IKEK Hopsten

IKEK - Gemeinde erarbeitet mit ihren Bürgern ein Entwicklungskonzept für alle drei Ortsteile...

Sich den Herausforderungen der Zukunft stellen und die drängendsten Fragen der Kommunalentwicklung beantworten - das ist die Zielsetzung des Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzeptes (kurz: IKEK) für Hopsten, Schale und Halverde. Mit dem IKEK sollen die gewachsenen Strukturen und charakteristischen Eigenarten der Gemeinde mit ihren drei Ortslagen langfristig erhalten und gleichzeitig eine nachhaltige Entwicklung angestrebt werden. Dabei werden alle wichtigen Themen auf den Tisch gebracht: von der Verkehrsanbindung bis zur Ortskernentwicklung, vom Einzelhandel bis zur Motivation und Einbindung junger Erwachsener und Senioren in die Ortsgemeinschaft.

In Hopsten, Schale und Halverde ist vorgesehen, bis Ende 2017 das kommunale Entwicklungskonzept gemeinsam mit der Bevölkerung aus allen Ortsteilen zu erarbeiten. Vor dem Perspektivzeitraum der nächsten rund zehn Jahre sollen Ziele und Leitbilder für die Gemeinde- und Ortsteilentwicklung benannt und als Schwerpunkte Projekte in Handlungsfeldern erarbeitet und möglichst weit konkretisiert werden.

Mit dem IKEK wird für das gesamte Gemeindegebiet ein umsetzungsorientiertes und über Jahre hinweg praktisch nutzbares Konzept entstehen, das auch nach der Fertigstellung immer wieder aktualisiert werden soll. Ein stimmiges Gesamtbild und eine schlüssige Zielerreichung, die auf den Grundlagen des Entwicklungskonzeptes aufbauen, werden somit nachhaltig erreicht.

Was genau ist ein IKEK?

IKEK steht, wie oben erwähnt, als Abkürzung für den etwas sperrigen Begriff „Integriertes kommunales Entwicklungskonzept". Diese Konzeptart als Vorgehensweise ist in NRW neu. Es bezieht sich in seiner Perspektive auf das gesamte Gebiet einer Kommune, also in der Regel den Kernort sowie die einzelnen Ortslagen, wobei jede Ortslage zunächst einen eigenen Untersuchungsraum bildet, die im Konzept dann zusammengeführt und zu einer gemeindeweiten Strategie formuliert werden. Das IKEK wird unter Beteiligung von Organisationen, Institutionen, Verbänden, Verwaltung, Vereinen sowie Bürgerinnen und Bürgern erarbeitet und muss laut einer entsprechenden Richtlinie des Landes mindestens folgende Punkte enthalten:

Bevölkerungsstrukturen der Gesamtkommune und der einzelnen Ortsteile (bisherige Entwicklung, Altersstruktur und Prognose) Aussagen zur städtebaulichen Entwicklung, ebenfalls für die Gesamtkommune und einzelne Ortsteile (Baugebiete, Leerstand, Baulücken) Aussagen zur sozialen und technischen InfrastrukturProfile der einzelnen Ortsteile mit Stärken-Schwächen, Einschätzung der Zukunftsfähigkeit und deren Beitrag zur gesamtkommunalen Entwicklung eine gesamtkommunale Stärken- und Schwächenanalysedie Definition von gesamtkommunalen und lokalen Schwerpunkten / Handlungsfeldern sowie die Darstellung von Entwicklungszielen und Leitprojekten.

Und nicht zuletzt geht es beim IKEK auch um Geld, denn: Dorfentwicklungsmaßnahmen in NRW werden künftig nur noch dann attraktiv gefördert, wenn sie Bestandteil eines durch die Bezirksregierung anerkannten IKEKs sind, das maximal fünf Jahre alt ist. Besitzt Hopsten also ein IKEK, besteht die Chance, aus Mitteln der Dorferneuerung Zuschüsse für die Umsetzung von privaten und öffentlichen Projekten aus diesem Konzept zu erhalten und hohe Fördersätze zugesprochen zu bekommen. Auch die Erstellung des Konzeptes wird bereits aus Landesmitteln gefördert.

Wer kann mitmachen?

Der Erstellungsprozess des IKEKs richtet sich explizit an alle Einwohner aus Hopsten, Schale und Halverde, egal ob jung oder alt bzw. zugezogen, Vereinsvertreter oder Mitarbeiter einer Einrichtung, egal in welchem Ortsteil lebend. In den anstehenden, bürgernahen Sitzungen werden Vertreter der Gemeinde mit dabei sein, ebenso das den Prozess begleitenden Planungsbüro planinvent. So findet eine ganz neue Form der Kooperation und des Austausches statt. Neue, spannende Zusammensetzungen von Akteuren und Gruppen werden dabei entstehen.

Fazit: Wer sollte bessere Ideen und Lösungen zur Zukunftsplanung von Hopsten, Schale und Halverde haben als die Menschen, die dort leben? Ohne Sie geht es also nicht!

Was passiert in den nächsten Monaten in der Gemeinde?

Los geht es am Donnerstag, den 04. Mai 2017 um 19 Uhr in der Aula im Schulzentrum Hopsten zunächst mit einer Auftakt- und Informationsveranstaltung, bei der das Förderprogramm IKEK vorgestellt wird und Gelegenheit besteht, Fragen zu klären. Die Teilnehmer sollen sich zudem direkt aktiv mit einbringen und ihren Blick auf ihren Ortsteil schildern: Was macht den Lebensraum lebenswert, wo drückt der Schuh? Was sind aus Ihrer Perspektive die wichtigsten Themen für die nächsten Jahre?

Die Erkenntnisse dieser Auftaktveranstaltung werden aufbereitet und dienen als Grundlage für nachfolgende Workshops und Werkstätten, in denen die Leitbilder und die Strategie für Hopsten, Schale und Halverde vertieft werden. In weiteren Arbeitskreisen können interessierte Akteure konkrete Maßnahmen und Projekte für eine spätere Umsetzung erarbeiten.

Zum Jahresende werden die Ergebnisse des IKEK-Prozesses öffentlich vorgestellt. Insgesamt sind für die Erstellung des IKEK rund acht Monate eingeplant.

Termine

Hier finden Sie eine Übersicht über die aktuellen Termine, die im IKEK-Prozess vorgesehen sind:


IKEK - Bürgersprechstunde für alle Interessierten am 17.10.2017 ab 18.00 Uhr in der Gaststätte "Lampe".


Die Informationen auf dieser Seite werden immer wieder aktualisiert. Demnächst finden Sie hier auch Formulare, Protokolle aus Workshops und andere Downloads aus dem IKEK-Prozess. Schauen Sie einfach mal rein.

Sie möchten über kommende Termine und andere Neuigkeiten aus dem IKEK-Prozess informiert werden? Dann melden Sie sich bei der Gemeinde Hopsten, Manuel Schnittker, E-Mail , Tel. 0 54 58 – 93 25 62 oder bei planinvent in Münster, E-Mail , Tel. 0251 – 48 400 18. Man nimmt Sie dort in den E-Mail-Verteiler auf und nimmt auch gerne Anregungen und konkrete Projektideen entgegen.



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